Fahrzeugname Wega
Anschaffungsjahr 1993
Fahrzeugtyp Autodrehleiter ADL
Normbezeichnung Drehleiter mit Korb DLK 23-12 PLC 2
Im Einsatz 1993 - heute
Fahrgestell-Typ Mercedes-Benz SK 1531 F/42 4x2
Motor V 6-Zylinder-Dieselmotor mit Direkteinspritzung und Turbolader
Motorleistung 230kW/313PS bei 2'100U/min
Hubraum 9'567ccm
Getriebe 6-Gang-Getriebe, handgeschaltet, vollsynchronisiert
Antriebsart Strassenantrieb, d.h. nur auf Hinterachse
Geschwindigkeit max. ca. 100km/h
Wendekreis ca. 17.5m (Aussenkante Rettungskorb)
Kraftstofftank 125 Liter Inhalt, Spezial-Flachtank für Feuerwehrfahrzeuge
Fahrerhaus Serienmässige Frontlenker-Kabine mit 3 Sitzplätzen
Aufbau Vollhydraulische Drehleiter mit Rettungs- und Arbeitskorb, Aufbaupodium in Stahl-Leichtbau-Konstruktion aus feuerverzinktem Stahlblech mit 3 Geräteräumen pro Fahrzeugseite, 1 zusätzlicher, durchgehender Geräteraum auf dem Podium. Ganzes Podium begehbar und deshalb mit rutsch- und trittfestem Alu-Riffelblech belegt
Aufbauhersteller Metz-Feuerwehrgeräte GmbH, Karlsruhe (D)
Innenausbau durch Heimburger AG, Basel
Leiter Vierteiliger Stahlleiterpark mit 30m Steighöhe; Aufrichtewinkel: -17 bis +75°, endlos um 360° drehbar; Einhängevorrichtung für Flaschenzug am Kopf der Unterleiter mit Tragkraft bis zu 3'800kg; 2 Halogen-Scheinwerfer 24V/70W links und rechts an der Unterleiter
Rettungskorb Überklappbarer Rettungs- und Arbeitskorb für 3 Personen oder 270kg; stehende Ausführung mit vergrösserter Standfläche; direkte Aufstiegsmöglichkeiten rechts und links vom Podium zu Leiterpark und Korb 
Abstützung Metz Waagrecht-Senkrecht-Abstützung, stufenlose Stützbreiten von 2.5 bis 4.5m Breite; Joystick-Steuerung von linker und rechter Fahrzeugseite aus 
Steuerung Hauptsteuerstand als Konsolbedienung mit Sitzplatz am Drehgestell; Steuerung aller Leiterbewegungen auch vom Bedienstand im Rettungskorb aus mittels 2 Joysticks möglich
PLC Program Logic Control, 2. Generation: sämtliche Bewegungen der ADL werden durch einen Computer überwacht und wenn nötig Sicherheitseinrichtungen angesteuert
Betriebssicherheit Gegensprechanlage zwischen Rettungskorb und Hauptbedienstand; selbsttätige Anstoss-Sicherungen für alle Leiterbewegungen, berührungslose Anstoss-Sicherung im Bereich des Fahrerhauses. Hydraulische Seitensenkrechtstellung bis 7° nach links und rechts wirksam (zum Terrainausgleich; Leitersatz steht immer lotrecht); bei Ausfall der Technik ist Notbetrieb für alle Leiterfunktionen möglich
Gerätschaften 4 Atemschutzgeräte Dräger PSS90 mit Reserve-Pressluftflaschen, 6 Fluchtgeräte Dräger "Pacer", 1 aufblasbares Sprungpolster "Lorsbach", 1 Tiefenrettungsgerät "Rollgliss", 2 Gerätesätze Absturzsicherung, Tempest-Hochleistungslüfter, Stromgenerator, div. Feuerlöscher, Krankentragenhalterung mit Trage, 2 Aufsteck-Scheinwerfer (2x 1'000W), 1 Wasserwefer (2'000l/min) zur Montage am Korb, u.v.a.m.
Sprungpolster Typ Ziegler-Lorsbach, mit Druckluft aus einer Pressluftflasche aufblasbares Sprungpolster aus einem Spezial-Schlauchgerüst mit allseitigen Abdeckplanen. Nach Öffnen des Flaschenventils wird das Schlauchgerüst mit 0.3bar Überdruck gefüllt und richtet sich innert 30 Sekunden von selbst auf. Das Sprungpolster kann von nur 2 Mann problemlos in Stellung gebracht werden. Max. Absprunghöhe ca. 15m (= 4. OG)
Tempest-Lüfter Benzinbetriebener Hochleistungslüfter Typ Tempest  TGB 274-T-10; Luftleistung 27'200m3/h; Motorleistung 10PS; Gewicht 44kg; Geräuschemission bei 1m Abstand 77.3dB
Stromgenerator Fabrikat Bosch Typ BSKA 8; Leistung 8kVA, 400/230V; Generator wird durch Benzinmotor angetrieben und dient der Stromversorgung von Aggregaten im Rettungskorb, wo Steckdosen (1x 230/1x 400V) vorhanden sind (z.B. für Flutlichtscheinwerfer)
Bes. Ausrüstung ABS, Schleuder-Hilfschneeketten "Rotogrip", blaue Frontblitzer, Ampelfernsteuerung, "Black-Box" (Restweg-Aufzeichnungsgerät RAG mit Aufzeichnung von Horn- und Brensbetätigung)
Fahrzeugmasse (LxBxH) 9'990mm x 2'500mm x 3'400mm
Überhang vorne ca. 2'985mm (v.a. bei Kurvenfahrten zu beachten!)
Gesamtgewicht 15'000kg
Bemerkungen Modernes Spezialfahrzeug zur Rettung aus Höhen und Tiefen. Die ADL bildet mit ULF und PIO den Löschzug der Feuerwehr Birsfelden und ersetzt die alte Metz-Drehleiter mit Jahrgang 1967, welche für Fr. 27'000.-- an die Lieferfirma Robert Aebi AG, Regensdorf/ZH zurückging. Dort diente die alte Birsfelder Drehleiter noch einige Zeit als Ersatz-/Austauschfahrzeug für Feuerwehren der ganze Schweiz
   
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